Platzhalter

Mieter-Tipp

11.
Jan
2021


  Ich las zwei für mich völlig widersprüchliche BGH-Urteile zur Heizkostenabrechnung. Einmal heißt es, „Heizkosten müssen verbrauchsabhängig abgerechnet werden“, ein anderes Mal, „dass die Verbrauchswerte geschätzt werden dürfen“. Darf mein Vermieter also nur noch Schätzwerte angeben und muss nicht mehr abgelesen werden?
 
Nein. Die Urteile sind auch nicht widersprüchlich. Die Heizkostenverordnung verpflichtet den Vermieter, die Heizkosten grundsätzlich verbrauchsabhängig zu verteilen. Nur wenn eine ordnungsgemäße Erfassung des Verbrauchs vorübergehend nicht möglich ist, etwa wegen Defektes des Warmwasserzählers, Batterieausfalls oder eines anderen zwingenden Grundes, darf der Verbrauch ausnahmsweise geschätzt werden. Hat der Vermieter es allerdings versäumt, die Wohnung mit Erfassungsgeräten auszustatten, ist eine Schätzung unzulässig.

Zurück

DMB Hotline

Telefonische Erstberatung durch einen Anwalt täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr - 0900 12 000 12 - 2 € pro Minute

außergerichtliche Online-Streitschlichtung: http://ec.europa.eu/consumers/odr