Platzhalter

Aktuelle Infos

24.
Sep
2020

  Bilanz 2 Jahre Wohngipfel: Zwei Jahre nach dem sogenannten Wohngipfel der Bundesregierung ziehen der DMB und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine ernüchternde Bilanz: Der Wohnungsneubau stagniert. Die Bundesregierung hat für diese Legislaturperiode den Neubau von 1,5 Millionen Wohnungen als Ziel ausgegeben. Statt der dafür benötigten 375.000 Wohnungen pro Jahr wurden 2018 aber nur 285.000 Wohnungen und 2019 rund 293.000 Wohnungen fertiggestellt. Der Bauüberhang liegt derzeit bei 740.400 Wohnungen, gleichzeitig explodieren die Baulandpreise. In den sieben größten Städten haben sich zwischen 2010 und 2018 die Preise für Bauland um 175 Prozent erhöht. Unter anderen hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet (https://bit.ly/3cv0oSa). Die Bilanz finden Sie hier. Unsere Pressemeldung zur dringend erforderlichen Reform des Baugesetzbuches hier.

 Rückgang der Wohngeldempfänger in 2019: Laut dpa ist die Zahl der Haushalte, die Wohngeld beziehen, in Deutschland im vergangenen Jahr zurückgegangen. Ende 2019 bezogen rund 504 400 Haushalte Wohngeld - das waren 1,2 Prozent aller privaten Haushalte. Am Jahresende 2018 hatten noch rund 548 000 Haushalte Wohngeld bezogen, was einem Anteil von 1,3 Prozent aller Privathaushalte entsprach. Damit ist die Zahl der Wohngeld beziehenden Haushalte im Vergleich zu 2018 um acht Prozent gesunken. Nach Auffassung des Deutschen Mieterbundes ist der Rückgang allerdings kein Zeichen der Entwarnung, sondern deutet vielmehr darauf hin, dass die tatsächlichen Wohnkosten bei den Wohngeldsätzen und Mietenstufen nicht mehr ausreichend berücksichtigt werden. Bei der für die Wohngeldberechnung zu berücksichtigenden Miete müssen Energiekosten für Heizung und Strom angemessen mit einbezogen werden.

 Deutsche zahlen weltweit fast die höchsten Strompreise: Eine Analyse von 126 Ländern zeigt, dass deutsche Verbraucher im internationalen Vergleich enorm viel Geld für Strom ausgeben müssen. Insgesamt liegt die Bundesrepublik im internationalen Ranking auf Platz 16. In den Top 10 finden sich Länder wie Ruanda, Sierra Leone oder Burkina Faso. Das einzige „Erste-Welt-Land“, in dem die Strompreise laut Verivox noch höher sind als in Deutschland, ist Portugal (Rang 13). Für den Jahresverbrauch eines Ein-PersonenHaushalts (1500 Kilowattstunden) gehen laut Verivox rund 1,2 Prozent der durchschnittlichen Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung drauf - mehr als doppelt so viel wie in Schweden oder den Niederlanden. Insgesamt haben sich die Strompreise in Deutschland seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt. Derzeit kostet die Kilowattstunde in der Grundversorgung im Schnitt rund 32,10 Cent. Grund für das Preishoch sind zahlreiche Steuern und Abgaben wie zum Beispiel die EEG-Umlage oder die Netzentgelte. Sie machen mittlerweile rund zwei Drittel des Strompreises aus (https://bit.ly/3ctTmwE).

 Schlappe für Airbnb: EU-Staaten dürfen im Kampf gegen die Wohnungsnot Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb einschränken. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied, dass eine nationale Regelung, die die regelmäßige Kurzzeitvermietung einer Wohnung an Personen, die sich nur vorübergehend in der betreffenden Gemeinde aufhalten, ohne dort einen Wohnsitz zu begründen, von einer Genehmigung abhängig macht, mit EU-Recht in Einklang steht. Hier finden Sie die entsprechende Pressemeldung des EuGH.

Zurück

DMB Hotline

Telefonische Erstberatung durch einen Anwalt täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr - 0900 12 000 12 - 2 € pro Minute

außergerichtliche Online-Streitschlichtung: http://ec.europa.eu/consumers/odr